2. Februar 2016

Gut zu wissen!

Aktuelles !

Liebe Kunden, Unterstützer und Freunde der Versehrtenwerkstatt R. Kaniss e. K.,

 

aus aktuellem Anlass und auf Grund einer verständlichen Verunsicherung unserer Kunden und Unterstützer, möchten wir Ihnen über diesen Weg ein paar Worte über unser Verhältnis zu der ehemaligen Geschäftsführerin der WFBM – Duisburg, Roselyne Rogg, zukommen lassen.

 

Die Blindenmanufaktur und Versehrtenwerkstatt R. Kaniss mit allen ihren Mitarbeiter mit und ohne Behinderung, distanzieren sich ausdrücklich von der Vorgehensweise von Frau Roselyne Rogg.

 

Wir, die Blindenmanufaktur und Versehrtenwerkstatt R. Kaniss, sind kein Teil der WBFM-Duisburg, sondern eine unabhängige Werkstatt für Menschen mit Sehbehinderung. Unser Geschäftsmodell sieht dabei vor, unseren Mitarbeiten mit Behinderung einen ihren Möglichkeiten entsprechenden Arbeitsplatz zu bieten und ihnen ein eigenes Einkommen zu sichern.

 

Das Einkommen unserer Mitarbeiter mit und ohne Behinderung richtet sich dabei nach dem jeweiligen Ausbildungsstand, der Verantwortlichkeit und der Betriebszugehörigkeit und liegt im unteren Bereich der Lohnniveaus des handwerklich herstellenden Gewerbes. Da die meisten unser Mitarbeiter mit Behinderung in der Produktion arbeiten, verdienen sie in der Regel weniger als unsere Mitarbeiter im Vertrieb oder Management. Dieser Umstand hat aber weder etwas mit einer Herabsetzung durch eine Behinderung zu tun, sondern ergibt sich einzig und allein durch die jeweils ausgeübte Tätigkeit. Im Schnitt verdient ein Mitarbeiter mit Behinderung bei uns 10,00€/Stunde Netto, was wie bereits oben beschrieben, einem branchenüblichen Lohn entspricht. Die sehbehinderten Mitarbeiter erhalten darüber hinaus 700,00€ Blindengeld Netto vom Landschaftsverband.

 

Als freier und selbstständig arbeitender Betrieb muss sich auch unsere Manufaktur und Versehrtenwerkstatt am Ende natürlich nicht nur selbst finanzieren, sondern wie jedes andere Unternehmen Gewinne erwirtschaften. Diese Gewinne fließen zu 90% in Reinvestitionen und/oder Erweiterungen unseres Betriebs.

 

Wir bedauern sehr, dass auf Grund des Fehlverhaltens einer Person, eine gute Sache in die negativen Schlagzeilen geraten ist. Um es an dieser Stelle noch einmal ganz klar zu sagen, wir halten auch die wfbm geschaffenen Arbeitsplätze für einen wichtigen Beitrag zur Integration für Menschen mit Behinderung. Unsere tägliche Arbeit zeigt uns immer wieder, wie Menschen die sich am Rand der Gesellschaft fühlten, ein neues Selbstbewusstsein durch ihren Arbeitsplatz entwickeln. Ob mit oder ohne Behinderung, jeder Mensch braucht eine Aufgabe um sich entwickeln zu können. Ebenso wie auch die wfbm, versuchen wir mit unserer Manufaktur hierzu einen Beitrag zu leisten und hoffen, dass Sie uns trotz der unschönen Ereignisse rund um Frau Roselyne Rogg weiterhin vertrauen

Ihre Blindenmanufaktur R. Kaniss

und

Versehrtenwerkstatt R. Kaniss

Beschäftigung für geistig und körperlich behinderte Menschen e. K.

 

Über uns !

Im Jahr 2003 begehen wir das „Europäische Jahr der Menschen mit Behinderung“ Es ist das Ziel, die Öffentlichkeit für die Belange der Behinderten zu sensibilisieren. Ein guter Vorsatz, der – zumal wenn es sich um geistig behinderte Mitbürger handelt – nicht immer die gebührende Achtung findet. Zu häufig messen wir unsere versehrten Mitmenschen an ihren Schwächen. Daher ist die soziale Integration beileibe keine Selbstverständlichkeit. Ein selbstverständliches Miteinander ist aber von entscheidender Bedeutung für ein positives Lebensgefühl.

Die bei uns beschäftigten Menschen würden in der freien Wirtschaft nie einen Arbeitsplatz finden – in einer staatlichen „Beschützenden Werkstatt“ fallen sie dem Steuerzahler zur Last. Und müssten notgedrungen auf einen Teil ihres jetzigen Einkommen verzichten! Bei uns machen Sie sich in mannigfacher Weise nützlich – sei es durch Verpacken unserer Handelsware oder durch Hilfsarbeiten für unsere staatlich anerkannte Blindenwerkstatt. Integration behinderter Mitbürger ist unser Anliegen. Wir wollen verhindern, dass sie den Stempel einer ausgegrenzten Gruppe tragen.

Nach dem hier Gesagten ist es uns, so hoffen wir, gelungen klar zu machen, warum unsere von den Behinderten verschickte Handelsware teurer als im Einzelhandelsgeschäft sein muss. Nicht besonders effiziente Arbeitsweisen und Leistungsgrenzen unserer Mitarbeiter aber auch hohe Vertriebskosten bedingt durch einen nicht leichten Verkauf unserer Artikel sind die Ursachen.

Durch den Erwerb unserer Waren helfen Sie vom Schicksal benachteiligten Menschen, Einkommen und Anerkennung zu geben.